Die Motorradeinheit verfügt über einen Neigungssensor, der einen Alarm auslöst, sobald ein bestimmter Neigungswinkel der Maschine unterschritten wird, der auf einen Sturz hindeutet.
Ein zweiter Sensor, der Beschleunigungssensor, gibt Alarm, sobald untypische Beschleunigungen, insbesondere abrupte Negativbeschleunigung (Verzögerung), gemessen werden.
Reißt die Verbindung zwischen Helm- und Motorradeinheit ab, so wie es geschieht, wenn der Fahrer bei einem Unfall von der Maschine getrennt wird, löst ein dritter Sensor aus.
Ein vierter Sensor prüft kontinuierlich die Stromversorgung durch die Motorradbatterie. Ist diese unterbrochen, wird ebenfalls Alarm ausgelöst. Eine integrierte Batterie gewährleistet dabei die Stromversorgung.
Der fünfte Sensor, wiederum ein Beschleunigungssensor, befindet sich in der Helmeinheit und löst aus, sobald der Helm aufschlägt bzw. Erschütterung ausgesetzt ist.
Schließlich kann der Fahrer über eine SOS-Taste auch manuell einen Notruf absetzen.
Die Motorradeinheit verfügt darüber hinaus über einen integrierten GPS-Empfänger, eine integrierte Handy-Karte sowie ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher mit einer Reichweite von ca. drei Metern.
Das Notruf-Szenario
Lösen zwei oder mehrere Sensoren einen Alarm aus, wird eine Notruf-SMS an die Notruf- und Service-Leitstelle gesendet. Diese SMS beinhaltet bereits die GPS-Koordinaten. Anhand der Rufnummer können Sie vom Disponenten sofort identifiziert werden. Gleichzeitig baut der Schuberth RiderEcall eine Telefonverbindung zu einem Disponenten der Notruf- und Service-Leitstelle auf.
Über den Lautsprecher und das Mikrofon wird versucht in Verbindung mit dem Motorradfahrer zu treten. Meldet dieser Hilfebedarf oder kann gegebenenfalls gar nicht antworten, werden die GPS-Koordinaten sowie alle anderen verfügbaren Daten über die Person und den Unfallhergang sofort an die nächste Rettungsleitstelle weitergegeben. Ein Rettungswagen oder -hubschrauber macht sich sofort auf den Weg zur Unfallstelle.
Eine der Leistungsstärken des RiderEcall ist der enorme Zeitgewinn, mit dem künftig Unfälle gemeldet und geeignete Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Nur wenige Sekunden nach dem Unfall ist die Notruf- und Service-Leitstelle informiert und kann Rettung zielgenau anfordern. Wertvolle Zeit, die Leben retten und Unfallfolgen minimieren können. Der unsichtbarer Begleiter, der auch dann Hilfe holt, wenn es kein anderer für Sie tun kann.
Manuelles Auslösen einer Notfallmeldung
Selbstverständlich kann der Motorradfahrer eine Notfall-SMS und damit die Verbindung zur Notruf- und Service-Leitstelle auch manuell auslösen.
Beispielweise um den Unfall anderer Verkehrsteilnehmer zu melden.
Notfallakte
Mit der Registrierung Ihres Systems besteht die Möglichkeit, eine individuelle Notfallakte bei unserem Partner Björn-Steiger-Stiftung anzulegen.
Diese kann relevante Informationen wie Blutgruppe, Medikamenten-Unverträglichkeit oder Vorerkrankungen beinhalten und werden gemeinsam mit einem Notruf an die Rettungsleitstelle übermittelt.
Damit verfügen Sanitäter und Ärzte vor Ort bereits über wichtige Hinweise, die helfen, sofort die geeigneten Rettungsmaßnahmen einzuleiten.
Zur Anlage einer Notfallakte besuchen Sie bitte:
https://notfallakte.steiger-stiftung.de
Der Schuberth RiderEcall beinhaltet ein 24-monatiges Sicherheitskomfortpaket ab dem Tag der Aktivierung.
Das Sicherheitsabonnement garantiert Ihnen die Anbindung an eine der modernsten Notfall-Infrastrukturen Europas.
Der Schuberth RiderEcall ist seit März in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar und einsatzbereit. Weitere europäische Länder werden im Laufe des Jahres 2013 schrittweise folgen.
Nach Ablauf der 24 Monate kann das Sicherheitskomfortpaket um weitere zwei Jahre verlängert werden.*
* Die Verlängerung des Abonnements umfasst ebenfalls eine vollständige Überprüfung des Systems.
